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Die Zukunft im Fokus - fördern und gestalten

gezielte Förderung Zukunftsfelder im Fokus

Die Rentenbank fördert mit diesem Programm Investitionen in ausgewählten Zukunftsfeldern der Land- und Ernährungswirtschaft. Dies geschieht im Einklang mit der Entwicklung von Politik und Gesellschaft hin zu einem nachhaltigeren Wirtschaften und Leben. Diese Transformation erfordert ein sektorenübergreifendes Handeln und ist daher eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die Agrarwirtschaft nimmt als „grüne Branche“ dabei eine Schlüsselposition ein.

Das Programm gliedert sich in verschiedene Zukunftsfelder. Diese identifiziert die Rentenbank anhand des aktuellen gesellschaftlichen und politischen Diskurses und passt sie fortlaufend an.

1. Regionale Lebensmittelproduktion

 

1.1 Investitionen von KMU der landwirtschaftlichen Primärproduktion, einschließlich des Wein- und Gartenbaus, in die Verarbeitung und Direktvermarktung von Lebensmitteln (Nr. 326).

Beihilferecht: Allgemeine Gruppenfreistellungsverordnung

1.2 Investitionen von KMU der Fischerei und Aquakultur in die Verarbeitung und Direktvermarktung von Fischereierzeugnissen (Nr. 329).

Beihilferecht: De-minimis-Beihilfe (Fischereisektor)

1.3 Investitionen von KMU in mobile Molkereien und Schlachtanlagen (Nr. 326).

Beihilferecht: Allgemeine Gruppenfreistellungsverordnung

1.4 Investitionen von KMU der Ernährungswirtschaft (keine Primärproduzenten) in die Verarbeitung und Vermarktung von Lebensmitteln (außer Fischereierzeugnisse), sofern deren Hauptrohstoffe zu 75 % in der Region erzeugt und weiterverarbeitet werden. Eingeschlossen sind Verbundbetriebe, die zur Direktvermarktung der eigenen Erzeugnisse gegründet wurden (Nr. 326).

Beihilferecht: Allgemeine Gruppenfreistellungsverordnung

1.5 Investitionen von KMU in die Verarbeitung und Vermarktung von Fischereierzeugnissen, sofern diese zu 75 % in der Region gezüchtet und weiterverarbeitet werden (Nr. 329).

Beihilferecht: De-minimis-Beihilfe (Fischereisektor)

Anlage regionale Siegel und Initiativen

2. Agri-Photovoltaik-Anlagen

 

2.1 Investitionen von KMU der Energieproduktion zur Erzeugung, Speicherung und Verteilung von Solarenergie aus Agri-Photovoltaik-Anlagen (Nr. 328).

Beihilferecht: De-minimis-Beihilfe

2.2 Investitionen von KMU der landwirtschaftlichen Primärproduktion zur Erzeugung, Speicherung und Verteilung von Solarenergie aus Agri-Photovoltaik-Anlagen zur Versorgung des landwirtschaftlichen Betriebs (Nr. 325).

Beihilferecht: Agrar-Gruppenfreistellungsverordnung

3. Umstellung auf ökologischen Landbau, autonome oder umweltschonende Landbewirtschaftung

3.1 Investitionen von KMU der landwirtschaftlichen Primärproduktion in Maschinen zur extensiven Grünlandbewirtschaftung und zu einer autonomen, emissionsarmen, Humusaufbau fördernden Landbewirtschaftung gemäß Anlage „Maschinenliste umweltschonende Landbewirtschaftung“ (Nr. 325).

Maschinenliste autonome und umweltschonende Landbewirtschaftung

Beihilferecht: Agrar-Gruppenfreistellungsverordnung

 

3.2 Investition von Lohn- und Dienstleistungsunternehmen (KMU/keine Primärproduzenten) in Maschinen zur extensiven Grünlandbewirtschaftung und zu einer autonomen, emissionsarmen, Humusaufbau fördernden Landbewirtschaftung gemäß Anlage „Maschinenliste umweltschonende Landbewirtschaftung“ (Nr. 326).

Maschinenliste autonome und umweltschonende Landbewirtschaftung

Beihilferecht: Agrar-Gruppenfreistellungsverordnung

 

3.3  Investitionen von KMU der landwirtschaftlichen Primärproduktion, die sich in der Umstellungsphase in den Ökologischen Landbau gemäß EU-Ökoverordnung befinden. Gefördert wird z.B. der Erwerb von Maschinen, die Errichtung von Ställen und sonstigen baulichen Anlagen (Nr. 325).

Beihilferecht: Agrar-Gruppenfreistellungsverordnung

4. Etablierung von Agroforst, Paludikulturen
und Torfersatzprodukten

 

4.1 Investitionen von KMU der landwirtschaftlichen Primärproduktion in die Etablierung und Pflege von Agroforstsystemen. (Nr. 325)

Förderfähige Kosten können beispielweise sein:

  • Pflanzkosten
  • mehrjähriges Pflanzmaterial
  • Maschinen zur Baumpflege 

Beihilferecht: Agrar-Gruppenfreistellungsverordnung

4.2 Investitionen von KMU der landwirtschaftlichen Primärproduktion in die Wiedervernässung von Moorstandorten. (Nr. 325)

Förderfähige Kosten können beispielweise sein:

  • Investitionen in Wasserstandsanhebungen und ganzjährige hohe Stauhaltung
  • Staudämme
  • Pumpen
  • regulierbare Staue
  • Fahrdämme und damit zusammenhängende Planungskosten

Beihilfetrecht: Agrar-Gruppenfreistellungsverordnung

4.3 Investitionen von KMU der landwirtschaftlichen Primärproduktion in die Bewirtschaftung von Paludikulturen. (Nr. 325)

Förderfähige Kosten sind beispielweise:

  • Technik für Biomasseernte und -abtransport
  • Spezialmaschinen (angepasste Technik, autonome Geräteträger, Kleintechnik, rad- oder kettenbasierte Spezialtechnik)
  • Bewässerungstechnik, inkl. Stromversorgung 

Beihilfetrecht: Agrar-Gruppenfreistellungsverordnung

4.4 Investitionen von KMU der landwirtschaftlichen Primärproduktion in die Verarbeitung und Vermarktung von Biomasse aus Paludikulturen. (Nr. 325)

Förderfähige Kosten sind beispielweise:

  • technische Verwertungsanlagen
  • Pelletier- und Brikettierungsanlagen
  • Schilfbinder

Beihilferecht: Agrar-Gruppenfreistellungsverordnung

4.5 Investitionen von KMU (keine Primärproduzenten) in die Verarbeitung und Vermarktung von Biomasse aus Paludikulturen (Nr. 326).

Beihilferecht: Allgemeine Gruppenfreistellungsverordnung

4.6 Investitionen von KMU (keine Primärproduzenten) in die Herstellung von Torfersatzprodukten und torffreien Substraten. Die Investitionen können sowohl der Verarbeitung von Paludikulturen als auch anderen Alternativen, z.B. Grünkompost, Rindenhumus oder Ton, dienen (Nr. 326).

Beihilferecht: Allgemeine Gruppenfreistellungsverordnung

5. Effiziente Bewässerung und Speicherbecken

 

5.1     Investitionen von KMU der landwirtschaftlichen Primärproduktion in Düsenwagen bzw. Auslegerstative sowie die dazugehörigen Beregnungsmaschinen. Sogenannte Bewässerungskanonen bzw. Klein-, Mittel- oder Weitwurfregner werden explizit nicht gefördert (Nr. 327).

5.2     Investitionen von KMU der landwirtschaftlichen Primärproduktion in Linear- und Kreisbewässerungsanlagen (Pivot-Bewässerungsanlagen) (Nr. 327).

5.3     Investitionen von KMU der landwirtschaftlichen Primärproduktion in Tropfbewässerungssysteme (Nr. 327).

5.4     Investitionen von KMU der landwirtschaftlichen Primärproduktion in Messtechnik (z.B. für Wetter, Boden, Pflanzen) und Software zur Erhöhung der Intelligenz und Digitalisierung von Bewässerungssystemen (Nr. 327).

5.5     Investitionen von KMU der landwirtschaftlichen Primärproduktion oder Zusammenschlüssen von Landwirten in den Aufbau von Wasserspeichern und -becken für Bewässerungszwecke (Nr. 327).

Beihilferecht: De-minimis-Agrar

6. Hofnachfolgerinnen und Existenzgründerinnen in der
Land- und Forstwirtschaft

 

Voraussetzungen für die Förderfähigkeit der Unternehmerin (müssen kumulativ erfüllt sein):

  • Die finanzierten Investitionen sind im antragstellenden Unternehmen zu bilanzieren.

  • Das antragstellende Unternehmen ist ein KMU.

  • Das antragstellende Unternehmen ist nicht älter als 5 Jahre oder der Eintritt der Frau in die Gesellschaft liegt nicht länger als 5 Jahre zurück.

  • Die Unternehmerin vertritt das Unternehmen nach außen operativ und administrativ
    und hat unabhängig von der Rechtsform des Unternehmens in allen Unternehmensentscheidungen einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäftsführung, so dass Entscheidungen, die das Unternehmen betreffen, nur mit ihrer Zustimmung getroffenwerden können. Abhängig von der Rechtsform des Unternehmens bedeutet dies:
    • Als Einzelunternehmerin trifft sie selbst alle Unternehmensentscheidungen.
    • Als (Mit-) Gesellschafterin an einer Personengesellschaft muss sie über die Stimmrechtsmehrheit verfügen.
    • Als (Mit-) Gesellschafterin an einer juristischen Person muss sie über die Stimmrechtsmehrheit verfügen und zugleich als Geschäftsführerin dieser Gesellschaft tätig sein.

 

Folgende Investitionen sind förderfähig:

  • Investitionen der landwirtschaftlichen Primärproduktion in Maschinen und Gebäude (Nr. 325 / Beihilferecht: Agrar-Gruppenfreistellungsverordnung)

  • Investitionen der landwirtschaftlichen Primärproduktion in Flächenerwerb, Betriebsmittelkäufe, Kosten der Hofübernahme, Abfindungen weichender Erben und Umschuldungen (Nr. 327 / Beihilferecht: De-minimis-Beihilfe)

  • Investitionen in die Forstwirtschaft (Nr. 328 / Beihilferecht: De-minimis-Beihilfe)

  • Investitionen in die Fischerei und Aquakultur (Nr.329 / Beihilferecht: De-Minimis-Fischereisektor)

 

Weiterführende Informationen

Hier finden Sie weiterführende Informationen rund um unser Programm "Zukunftsfelder im Fokus".

Bitte beachten Sie, dass die unterschiedlichen Verwendungszwecke unterschiedlichen Beihilfeverordnungen zugeordnet sind. Je nach Verordnung bedarf es bei der Antragstellung unterschiedlicher Dokumente. 

Bei allen Verwendungszwecken, die nach einer de-minimis-Verordnung gefördert werden, benötigen Sie die de-minimis-Beihilfeerklärung und bei Verwendungszwecken, die nach einer Gruppenfreistellungsverordnung (GVO) gefördert werden, benötigen Sie den Beihilfeantrag. 

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